Sie bauen Särge und Gräber,
doch du erschaffst den Tag des Jüngsten Gerichts.
Sie schmieden Fesseln und Schlösser,
doch du regnest wie eine Wolke herab
und der Regen frisst das Eisen, bis es im Rost verblutet.
Jeden Tag erzählen sie dir,
dass du eine Gefangene bist.
Doch nicht einen Augenblick lang
hast du ihre Lügen anerkannt.
Dann bauen sie Gefängnisse
und ziehen Straßen um dich herum,
die zu ihnen führen.
Doch du …
du erkennst ihre Wege nicht an.
Du fliegst.
Aufbegehrend, rebellisch,
eine Erhebung aus Jasmin.
Ein Zug aufsteigender Pferde,
der dem Horizont entgegensteigt,
dorthin, wo an jeder Station
tausend Monde leuchten.
Dort knien sie vor dir,
weil du frei bist.
Ismail Afara
