Dies ist mein Körper, die erste Erde, auf der mein Staunen wuchs, und das Salz des Lebens, das niemand zu zähmen wusste. Er ist kein Tempel für jemanden und keine Sünde für jemanden.
Er ist der Raum, den ich erschuf, um mich selbst kennenzulernen, und der Himmel, zu dem ich mein Gesicht erhebe, sooft sie versuchen, mein Licht zu löschen.
Mein Körper ist der Hymnus der Schöpfung, als die Göttinnen noch an die Schönheit glaubten, als die Freude ein Gesetz war, das weder Rechtfertigung noch Vergebung brauchte, und als das Begehren die Anbetung war, die uns bestätigte, dass wir noch am Leben sind.
Wie oft sie versuchten, sein Licht mit Scham zu überziehen und den Schleier über die Instinkte des Verlangens zu hängen,meinen Körper mit dem schweren Mantel des Schweigens zu bedecken — doch ich blieb.
Wie ein Phönixvogel aus der Asche auferstanden, hebt sie ihren Kopf zur Sonne und sagt:
Ich bin die Weibliche, die sich weder in Verhüllung noch in Verführung zusammenfassen lässt, und für die keine Grenzen nach dem Maß der Angst anderer gezeichnet werden.
Ich liebe meinen Körper, weil er mir ähnelt: wechselhaft, mutig, er macht Fehler und vergibt sich selbst, er zerbricht und verliert dennoch nicht seinen Willen, wieder aufzustehen.
Ich opfere ihn niemandem dar und lasse ihn nicht zur Beute erschöpfter Moralvorstellungen werden.
Was ich suche, ist ein Leben in Frieden — ohne dass allein mein Atmen als offene Bedrohung für den Frieden der Welt gilt.
Heba Alaa Al-Din
